pommelHorse

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Was haben Soft Machine, Portishead, Benny Goodmann, Doors und John Zorn gemeinsam? Pop, Indus- trial und Jazz? Sie bilden den Steinbruch, in dem sich pommelHorse ihr Rohmaterial zusammensuchen um daraus ganz eigene und un(g)e(r)hörte Klangskultpuren zu formen.

Der Bandname ist die englische Bezeichnung fürs Pauschenpferd, einer olympischen Disziplin des Geräteturnens. Ein Grauen für viele Schüler. pommelHorse erhält nun aber eine neue Bedeutung. Denn die fünf berner Musiker turnen mit einer spürbaren Leidenschaft in ihren frischen Kompositionen und erzeugen so Musik, die belebt – und bleibt. Das Pauschenpferd ist wieder da. Und diesmal macht es Spass. Rock wird energisch gegrätscht, ein Solo macht die schnelle Schraube, Balladeskes und plötzliche Pausen kreieren überraschende Wendungen, die Arrangements sorgen für Balance und Dramatik und die dynamische Rhythmusgruppe für Punch und einen effektvollen Abgang. pommelHorse scheren sich in keinster Weise darum, wie „man“ es vorher gemacht hat.

Frisch, fröhlich, frei – so spielen sie auf, voller Lust, Eigensinn und Humor. Über schweren akzentverschiebenden Grooves und munter perlenden Keyboardschwaden im Zentrum kreist ein polyrhythmischer und –phoner Zauber, der miteinander verzahnten Bläser. Es gibt keine Berührungsängste zu kurzweiliger Son- glänge, elektro-akustischer Avantgarde und Drum & Bass. Der instrumentale Jazz der Band sucht die Nähe zur populären Musik ohne beliebig zu werden. pommelHorse hat seinen ureigenen BandSound zwischen Art-Rock und jazzakzentuierter Minimal- und Noisemusic. Schräge fette Beats wechseln sich mit fein strukturierten flächigen, fugenartigen Arrangements ab.

pommelHorse sind keine Verfechter des immer Höher, Schneller und Weiter im Jazz. Die junge Jazztruppe entrümpelt die Musik-Keller, feilscht auf LP-Flohmärkten, bietet 3,2,1 im Internet und entdeckt die coolen analogen Tasten-Instrumente der 60er/70er/80er Jahre Fender-Rhodes, Wurlitzer und Synthie auf neue Art und Weise und kombiniert sie wundersam mit allen Arten von jazzigen Klarinetten und Saxophonen über dem schwerem dunklen Puls von Bass & Schlagzeug. Pommelhorse hat eine Spielart des Jazz für sich wieder entdeckt, die nicht nur Ihnen selbst Spaß bereitet.

Joel Graf (Saxofon),
Lukas Roos (Klarinetten & FX),
Olivier Zurkirchen (Rhodes, Wurlitzer, FX & Synthesizer),
Jeremias Keller (E-Bass),
Gregor Lisser (Schlagzeug)

Eintritt: 10,00 €

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