Der Jazzsommer 2026 in Marburg geht am Samstag, dem 19.09.2026, im KFZ weiter.
Konzerte im KFZ
Im KFZ spielen ab 18:00 Uhr drei Bands. Tickets dazu gibt es bereits im Vorverkauf.
Rebecca Trescher Tentett: Zwischen Jazz, Kammermusik und sinfonischer Weite

Foto: Sebastian Autenrieth
Das Rebecca Trescher Tentett gehört zu den ungewöhnlichsten Formationen der deutschen Jazzszene. Klarinetten, Saxophone, Flöten, Harfe, Cello und Vibraphon verschmelzen mit Klavier, Bass und Schlagzeug zu einem vielschichtigen Klangkörper.
Rebecca Treschers Kompositionen verbinden präzise ausgearbeitete Strukturen mit spontaner Improvisation. Sechsstimmige Choralsätze, kraftvolle Passagen und kammermusikalische Momente wechseln sich ab. Die Musik kann fein und schwebend klingen, im nächsten Moment aber auch eruptiv und rhythmisch drängend werden. Jazz, zeitgenössische Musik und sinfonischer Wohlklang greifen dabei ineinander.
Besetzung:
Rebecca Trescher, Klarinette, Bassklarinette, Komposition und Arrangement
Julian Hesse, Trompete und Flügelhorn
Joachim Lenhardt, Tenorsaxophon, Bassklarinette und Flöte
Markus Harm, Altsaxophon, Sopransaxophon und Klarinette
Anton Mangold, Konzertharfe, Altsaxophon und Flöte
Juri Kannheiser, Cello
Andreas Feith, Klavier
Roland Neffe, Vibraphon
Christian Diener, Kontrabass
Silvio Morger, Schlagzeug
Friedrich Betz, Sound und Live Abmischung
KNOBIL: Jazz mit Punkhaltung, Chanson und ziemlich eigenem Kopf

Foto: Jacek Brun
KNOBIL ist das Projekt der Lausanner Kontrabassistin, Sängerin und Komponistin Louise Knobil. Gemeinsam mit Chloé Marsigny und Vincent Andreae entwickelt sie einen Sound zwischen Jazz, Punk, französischem Chanson und glitzernder Popästhetik.
Im Mittelpunkt stehen Stimme und Kontrabass, dazu kommen Bassklarinette, Effekte und Schlagzeug. Die Songs greifen persönliche Erlebnisse und Alltagsthemen auf, manchmal direkt, manchmal absurd, oft mit Humor. Es geht um Polyamorie, Schlaflosigkeit und sogar um Pesto Rezepte.
KNOBIL lebt vom Risiko des Augenblicks. Hier soll nichts glattgebügelt werden. Entscheidend sind Spontaneität, Energie und die kleinen Unwägbarkeiten, die ein Konzert einzigartig machen.
Besetzung
Louise Knobil, Kontrabass und Gesang
Chloé Marsigny, Bassklarinette und Effekte
Vincent Andreae, Schlagzeug
DZ’OB: Klassische Instrumente, elektronische Wucht
DZ’OB kommt aus Dnipro in der Ukraine und verbindet Welten, die sonst selten auf derselben Bühne landen. Oboe, Fagott, Violine und Cello treffen auf Techno, IDM, Dubstep und Jazz.
Dabei klingt die Band nicht wie Klassik mit aufgesetzten Beats. Die elektronische Energie entsteht aus dem Zusammenspiel der Musiker selbst. Präzision trifft auf Druck, komplexe Strukturen auf treibende Rhythmen. So bewegt sich DZ’OB ganz selbstverständlich zwischen Konzertsaal, Jazzfestival und Club.
Auch visuell geht die Band eigene Wege. Für ihre Konzerte entstehen Videos aus handgemalten Aquarellbildern, die später digital zusammengesetzt werden. Musik und Bild werden so zu einem gemeinsamen, intensiven Erlebnis.
Besetzung
Oleksii Badin, Cello, Komposition und künstlerische Leitung
Vasyl Starshynov, Oboe
Oleksii Starshynov, Fagott
Iryna Li, Violine
Schlagzeug und Elektronik
Sound Engineer
